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   Der FamilienverbandGenealogie

Genealogie

Herkunft des Geschlechts und Namensgebung,

urkundlich nicht nachgewiesen.

 

Bereits von unseren Vorfahren, dem gräfl. Limpurgischen Hof- und Regierungsrat Georg Erckert (1663-1733), dem königl.preuß.Justizamtmann Adam Erckert (1749-1822) und dessen Sohn dem gräfl. von  Seckendorffschen Patrimonialrichter Christoph Heinrich Ferdinand Erckert (1795-1860) wurden Aufzeichnungen dazu hinterlassen ( im Archiv Erckert in Neubiberg befindlich).

 

Ortsnamensgebung

Entsprechend der Korrespondenz von 1843 mit den Pfarrämtern, Landgerichten und königl. Archiven kann die Namensherkunft des Ortes Erkertshofen in Bayern (ca. 12km nördlich der Bischofsstadt Eichstätt) heute zu Titting gehörend nicht mehr nachgewiesen werden. Der Ort hieß früher Erckenbrechtshoven dann Erckertshofen.

 

Bei den meisten Siedlungen welche auf… hof oder …hofen enden handelte es sich ursprünglich um den Hof oder die Höfe des betreffenden Siedlers und seiner Nachkommen.

 

So ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass es sich bei dem ursprünglichen Erckernbrechtshoven um einen Hof eines Siedlers mit dem Namen Erckenbrecht handelt und dass Nachkommen teils diesen Namen beibehielten, teils aber später mit der Umbenennung des Ortes im 12.- 13. Jahrhundert in Erckertshoven auch ihren Namen, zumal bei der damaligen sich ständig veränderten Namens-Schreibweise basierend lediglich auf der gehörten Aussprache, in Erckert vereinfachten.

 

Diese Auffassung wird bestätigt durch die Tatsache, dass noch im Jahr 1530 im nahen Pechtal ein Pfarrherr namens Conrad Erckenbrecht lebte und, dass ferner 1243 eine Frau Adelheid und ihr Sohn Pruno von Erckenbrechtshoven eine Stiftung machten, wobei ein Gottfried von Pollenfeld Zeuge war. Ferner konnten im Jahre 1610 im Nachbarort Wörmersdorf (ca.3 km von Erckertshofen entfernt) ein Michael Erckher und seine eheliche Hausfrau Ursula urkundlich nachgewiesen werden (als Bürgen bei einem Kaufvertrag des Hanns Strobel zu Pollenfeld. (Kaufvertrag vom 14.Oktober 1610 lt. Franz Hofer „Unsere Eichstätter Bauerngeschlechter)

 

Die handschriftlichen Aufzeichnungen der damaligen Zeit und die Niederschrift der Namen basierend auf den verbalen Angaben  brachten es mit sich, dass der Name Erckert´ bis in das 19 Jahrhundert hinein in der verschiedensten Weise verändert wurden.

Luftaufnahme von Erkertshofen

Nach der „Geschichte von Erckerthofen“ von dem katholischen Ortspfarrer Distelberger ist der Ort ein uraltes Dorf auf dem Ruppertsberg (auch Raitenbucherg enannt) dessen Entstehung auf den durch den Ort verlaufenden limes hadriani zurückgeht. Die heutige Dorfstraße in West-Ostrichtung verlaufend folgt dem damaligen  römischen limes, zwischen den Wachtürmen 62 (westlich) und 63 (östlich).Nachgewiesen ist. dass der heutige Kirchturm auf den Grundmauern eines früheren römischen Wachhauses errichtet wurde. Die Kirche wurde zwischen1182 und 1195 unter dem Bischof Otto von Eichstätt errichtet. Der limes wird heute noch als die Teufelsmauer bezeichnet

 

Nach einer mündlich überlieferten Sage, welche sich im Ort von Generation zu Generation erhalten hat, soll bei der Erstürmung des rätischen limes durch die Alemannen und Hermonduren im Jahr 233 ein römischer triarier (Fußsoldat) gefangen genommen und zum Abbruch der Befestigungen gezwungen worden sein. Er soll sich dann dort angesiedelt und den Namen arciprecus erhalten habe. (arciprecus heißt Burgbrecher abgeleitet aus dem lateinischen arcis =Burg und precare =abbrechen, zerstören). Tatsächlich hieß der Ort ursprünglich „Erchinbrechtshuin“ und  trug 1306 nachweislich den Namen Erckenbrechtshoffen.

 

Prof. Josef Planck gab 1859 eine archälogische Geschichte des Fürstbistums Eichstätt heraus und erläutert darin den Namen „Erckerthouen früher Erckerbrechtshouven:

                               Arcer = arx propugnaculum (lateinisch) = aercer (althochdeutsch) = Vorwerk

                               Brechts (lateinisch) = brekets (althochdeutsch) = abgebrochen,zerstört

                               Houen = hoven(althochdeutsch) = Hof, Sitz        also Hof auf einem zerstörten Vorwerk

 

In einem alten Manuskript findet sich unter den „fundatores et benefacrtores Monasterii Rebdorf 1156 auch ein „Armiger-Bawaffneter“ von Erkertshoven. Somit wird also bereits 1156 der Ort unter Fortlassung der Mittelsilbe „brechts“ mit Erkertshoven bezeichnet. In weiteren Schriften von 1243 werden unter den damaligen Nobiles auch die „ab Erkertshoven“ genannt.

 

Im Saalbuch von Erckertshoven ab 1535 (in der bischöflichen Bibliothek in Eichstätt befindlich) wird der Ort Erckertshoven genannt.

 

Im östlich benachbarten Landkreis (ca. 40k entfernt) ist ein weiterer etwa gleichnamiger Ort der aber wesentlich später entstanden sein dürfte.

 

 

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